Dr. Tyczka-Energiepreis
Auszeichnung für Arbeiten zu regenerativen Energien
Die Technische Universität München, das Wissenschaftszentrum Straubing, die Hochschule Zittau/Görlitz (FH) und die Tyczka Energiestiftung, Icking verliehen am Dies academicus 2008 der TU München am 4. Dezember 2008 den Dr. Tyczka-Energiepreis. Der Preis wird jährlich für Arbeiten ausgelobt, die sich mit der dezentralen Anwendung von Gasen für energetische Anwendungen oder der dezentralen Energienutzung und -versorgung beschäftigen. Bewerben können sich Studenten und Absolventen aller deutschsprachigen Hochschulen für die Darstellung innovativer Lösungen in Projekt-, Diplom- und Doktorarbeiten.
In diesem Jahr ist die Jury neue Wege gegangen und hat sich für die Projektarbeit eines internationalen Studententeams der Bauhaus-Universität Weimar entschieden. Innerhalb nur eines Semesters entstand Deutschlands größtes Aufwindkraftwerk, ein Energielieferant, der mit einfachsten Mitteln auch aus Holz und Plastikplanen für die Kollektoren und Baumbusstäben mit Lianenumschlingung für den Turm in den entlegendsten Gebieten der Welt aufgebaut werden kann. Einzig der Generator ist als technisches Element der Umnutzung der Energie von nöten. Das ist Wissenschaft mit Umsetzung in die Praxis in Perfektion.
Für diese herausragende Semesterarbeit erhält das Studententeam, bestehend aus Christian Hartung, Henrik Marschetzky, Tim Link, Marco Bauer, Martin Künzel, Marius Ellwanger, Tap Phan Thanh und Long Nguyen Dang den Dr. Tyczka-Energiepreis 2008.
Das auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar präsentierte Aufwindkraftwerk ist ein temporärer Demonstrationsbau, der Raffinesse in Konstruktion und Gestaltung ressourcenschonend mit umweltschonender dezentraler Energiegewinnung verknüpft.
Mit diesem Projekt bekräftigen die Architektur- und Bauingenieurstudenten und Lehrenden der Bauhaus-Universität ihre Bekenntnis zum neuen Forschungsschwerpunkt erneuerbare Energien.
Das Weimarer Aufwindkraftwerk besteht im Wesentlichen aus drei Bauteilen: Kollektoren, Kaminröhre und Generator. Über eine Fläche von 420 m2 wurde ein Foliendach angebracht unter dem die Luft durch Sonneneinstrahlung erhitzt wird. In der Mitte des Daches steht senkrecht eine Röhre mit Zuluftöffnungen am Fuß. Die erwärmte Luft steigt in dem zwölf Meter hohen Turm nach oben auf und erzeugt im Kamin einen Aufwind. Über einen Generator wird die mechanische Energie in elektrische umgewandelt.
Betreut wurden die Arbeiten von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ruth (Tragwerkslehre und Massivbau II), Prof. Dipl.-Ing. Rainer Gumpp (Entwerfen und Tragwerkskonstruktion) und den wissenschaftlichen Mitarbeitern Dipl.-Ing. Wiebke Vettermann, Dipl.-Ing. Stefan Linne, Dipl.-Ing. Jan-Stefan Strutz und Dipl.-Ing. Christian Heidenreich.
Für den Dr. Tyczka-Energiepreis 2009 können sich Studenten und Absolventen bis zum 31. August 2009 bewerben. Informationen zu den Voraussetzungen erteilt die Geschäftsstelle Dr. Tyczka-Energiepreis am Lehrstuhl für Rohstoff- und Energietechnologie der TU München in Straubing. Ansprechpartner ist Dr. Wolfgang Alto Mayer, Telefon (09421) 187-106, E-Mail: wolfgang.mayer@wzw.tum.de.